IGeSo FH Trier

Kooperation zwischen Hochschule, Institut und Jugendhilfe

on Freitag, 11 März 2016. Posted in Aktuelles

Konzeption für besondere Wohnformen: „Das Wohn- und Betreuungshaus Mariahof“

Das derzeit alles beherrschende Thema Flüchtlinge lieferte auch die Aufgabenstellung für das dritte Mastersemester der Fachrichtung Architektur am Fachbereich Gestaltung. Ein „Wohn – und Betreuungshaus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ konzipieren war das ambitionierte Seminarthema im Wintersemester 15/16. Vorausgegangen war die Zusammenarbeit unseres Institutes für Gesundheits- und Sozialimmobilien  an der Hochschule Trier (IGeSo) mit dem Jugendhilfezentrum Don Bosco Helenenberg und dem Palais. e.V. der Stadt Trier. Gemeinsam wurde  die  Grundlage für die Konzeptentwicklung formuliert:  mindestens zwei Wohngruppen für unbegleitet minderjährige Ausländer, Wohnappartements für Flüchtlinge, die die Altersgrenze überschritten haben und schon soweit integriert sind, dass sie weniger Betreuung bedürfen und im besten Fall sogar schon einer Ausbildung nachgehen. Studentenappartements und Wohnungen  für Singles aber auch Alleinerziehende sollten ebenfalls vorgesehen werden. Abschließend wurden  barrierefreie Wohnungen für aktive  Senioren, optional zur Unterstützung der Integrationsbemühungen empfohlen.  Als Planungsgrundstück wurde eine unbebaute Fläche  am Gut Mariahof, also am Eingang zu diesem Trierer Stadtteil gewählt.   Auf Grund ihres Engagements und dem großen Interesse an diesem Thema erklärten sich die Akteure von Don Bosco und Palais e.V. bereit gemeinsam mit dem IGeSo das Seminar persönlich und fachlich zu begleiten.

Nach Einführung in die Aufgabe, Erläuterung und thematischer Diskussion  unter Mitwirkung von Herrn Lang vom Helenenberg, konnte das Seminar das Jugendhilfezentrum Helenenberg zwischen Bitburg und Trier besichtigen. Dadurch bot sich den Studierenden  ein authentischer Einblick in die Wohnsituation dieser Jugendlichen  und die mit der Betreuung verbundene Sozialarbeit.

Bei den 11 teilnehmenden Gruppen waren die  Konzepte sehr unterschiedlich formuliert so  z.B.: Solidarisch Wohnen" und „Integration durch Kommunikation“ als fordernder  Imperativ  oder  „Ankommen und Leben im Quartier“ und auch „Von der Vollbetreuung zur Selbständigkeit“ was eher nach einer Handlungsanweisung klingt.  Alle haben die vorgeschlagenen Nutzungen in einem Gebäudekörper angeordnet. Je nach Konzept waren Nutzergruppen  an verschiedenen Bereichen geplant. Die Vielfalt der Ergebnisse zeigt zum einen wie unterschiedlich die Auffassungen zum Wohnen sind, aber auch wie unterschiedlich die Interpretationen für den Bedarf der betreffenden Nutzer sein kann.

Als Abschluss des Seminars fand im Februar eine Präsentation unter Teilnahme vom Jugendhilfezentrum Don Bosco und der Sozialdezernentin der Stadt Trier,  Bürgermeisterin  Angelika Birk, statt. Für die teilnehmenden Studierenden war das  große Lob für ihre Arbeiten durch die Sozialdezernentin  die  Anerkennung  ihrer engagierten  Seminararbeit.